Cecil Hotel – Das Hotel den Grauens in Downtown LA

| 23. Januar 2021 |

Die lange Zeit als Cecil Hotel bekannte Herberge in Los Angeles hat sich in Sachen Paranormalität einen Namen gemacht. Sie scheint einen unstillbaren Hunger nach Menschenleben zu haben. Der Tod fühlt sich dort ausgesprochen wohl.

Ursprünglich richtete sich das Hotel an Geschäftsleute. Es wurde 1924 mit 700 Zimmern gebaut. Das Gebäude an der 640 S Main Street verfügte über eine ausladende Marmorlobby und einladenden Atmosphäre. Dann kam die große Depression. Die ehemals gute Gegend rund um die 640 S Main Street war fortan von Armut geprägt.

In 2007 – also fast ein Jahrhundert später – wurden neue Investoren auf die Immobilie aufmerksam. In 2011 erhielt sie den Status als denkmalgeschütztes Gebäude.

 

Die dunkle Vergangenheit des Hotels

Viele Gäste haben das Hotel nicht lebend verlassen. Auf geradezu paranormale Art haben sich dort schreckliche Vorfälle ereignet. Unerklärliche Todesfälle, Morde und Erscheinungen werden mit dem Cecil Hotel in Verbindung gebracht.

 

Die Schwarze Dahlia

Am Morgen des 15. Januar 1947 wurde der in Teile zerschnittene Körper von Elizabeth Short in unmittelbarer Nähe des Hotels gefunden. Der Körper war ausgeblutet und das Gesicht mit einem Messer verunstaltet worden. Da Elizabeth keinen festen Wohnsitz hatte pendelte sie zwischen Florida, Massachusetts und Kalifornien. Ihr letzter Aufenthaltsort vor ihrer Ermordung war das Horrorhotel. Der Täter konnte nie gefunden werden.

 

Der Night Stalker

Von Juni 1984 bis August 1985 nutzte der Serienmörder Richard Ramirez das Hotel Cecil als Ausgangspunkt für seine Bluttaten. Dabei bediente er sich verschiedenster Mordwerkzeuge wie Messern, Macheten und sogar einem Bügeleisen. Nach einigen Taten erhielt er von der Presse den Namen “Night Stalker”. Ramirez war bekennender Satanist.

 

Johann “Jack” Unterweger

Der Österreicher Johann Unterweger war ein Journalist, der von seinem Arbeitgeber beauftrag war in LA im Prostituierten-Milieu zu recherchieren. In diesem Zusammenhang erhielt er sogar Hilfe und Informationen von der Polizei. Was diese jedoch nicht wusste ist, dass “Jack” bereits aufgrund von Gewaltverbrechen im Gefängnis gesessen hatte. Es dauerte nicht lange, bis die ersten Frauen in näherer Umgebung tot aufgefunden wurden. Während dieser Zeit stieg Unterweger häufig im Cecil Hotel ab. Irgendwann wurde man auf ihn aufmerksam und nach langer Fahndung konnte er 1994 endlich zu lebenslanger Haft verurteilt werden. Schließlich beging Unterweger Selbstmord in seiner Gefängniszelle.

 

Der Fall von Dorothy Jean Purcell

Im September 1944 quartierten sich die 19 Jahre alte Dorothy Jean Purcell und ihr Lebensgefährte Ben Levine im Cecil Hotel ein. Dorothy verspürte Nachts starke Schmerzen und brachte im Badezimmer ein unerwartetes Kind zur Welt. Dieses warf sie nach der Geburt aus dem Fenster ohne ihren Partner Ben zu wecken. Der tote Säuglings wurde später auf dem Dach eines angrenzenden Gebäudes gefunden. Dorothy wurde für diese Tat wegen Mordes verurteilt. Ben blieb durch seine Unwissenheit straffrei.

 

“Tauben” Goldie

Die in Rente befindliche Goldie Osgood wurde im Juni 1964 von einem Hotelmitarbeiter tot in ihrem Hotelzimmer aufgefunden. Goldie wurde vergewaltigt, mit einem Messer verletzt und erwürgt. Ein Sack voller Taubenfutter wurde in unmittelbarer Nähe ihrer Leiche gefunden. Der 29 Jahre alte Jacques B. Ehlinger wurde festgenommen, als er mit blutverschmierter Kleidung über den Pershing Square lief. Die Ermittler konnten ihm jedoch die Tat nie nachweisen.

 

Die ehemalige Website des Cecil Hotels

 

Ein Paradies für Selbstmörder

  • Generell fanden in dem verwunschenen Hotel viele Selbsttötungen statt:
  • So wurde am 19 November 1931 der Körper des 46 Jahre alten W.K. Norton gefunden. Er hatte nur eine Woche vorher im Hotel eingecheckt.
  • Weniger als ein Jahr später erschoss sich Benjamin Dodich mit nur 25 Jahren in einem der Zimmer. Er hinterließ keinen Brief zu seiner Tat.
  • Sergeant Louis D. Borden, ein ehemaliges Armeemitglied, schnitt sich im Jahr 1934 selbst die Kehle durch.
  • Drei Jahre danach starb Grace E. Margo an Verletzungen, die sie sich beim Sturz aus einem Fenster zugezogen hatte. Es konnte nie geklärt werden ob es sich um einen Unfall oder einen Selbstmord handelte.
  • Im darauffolgenden Jahr sprang der 39 Jahre alte Roy Thompson aus dem neunten Stock und verletzte sich tödlich.
  • Zu Beginn des Jahres 1939 versuchte sich eine 45 Jahre alte Lehrerin im Hotel zu vergiften. Sie überlebte den Selbsttötungsversuch.
  • Im Mai des gleichen Jahres war ein gewisser Erwin C. Neblett mit der selben Methode erfolgreicher: Er wurde tot in seinem Zimmer gefunden.
  • 1947 gab es einen weiteren Fenstersturz mit Todesfolge. Nun erwischte es einen gewissen Robert Smith.
  • Auch Helen Gurne, die unter falschem Namen eingecheckt hatte, beendete ihr Leben durch einen Sprung in die Tiefe.

 

Noch mehr Tote

Als wäre das noch nicht genug gewesen, starb 1962 die 50 Jährige Julia Frances Moore beim Sturz aus dem achten Stock. Sie hinterließ nur einen Kontoauszug über 1.800 Dollar.

Nach einem Beziehungsstreit stürzte sich 1962 Pauline Otton aus dem neunten Stock. Sie landete auf dem unbeteiligten Fußgänger George Gianninni, der durch den Unfall ebenfalls starb.

 

Elisa Lam

Ein weiter Fall von großer Unklarheit ist der Tod von Elisa Lam. Im Februar 2013 beschwerte sich ein Gast bei der Rezeption über stinkendes und ungenießbares Leitungswasser. Ein Handwerker fand bei der Überprüfung der Tanks den leblosen Körper der 21 Jahre alten Elisa Lam. Sie war Wochen vorher spurlos verschwunden.

Bei den Ermittlungen wurden verstörende Bilder auf den Hotelkameras gefunden. Lam hatte sich panisch im Fahrstuhl versteckt. Dieser setzte sich jedoch sich nicht in Bewegung. Auch wenn Lisa unter einer bipolaren Störung litt, war ihr Tod nur schwer nachvollziehbar. Nach ihrem Ableben gab es im Hotel einen tödlichen Tuberkulose-Ausbruch.

Nach diesem Vorfall wurde das Hotel umgehend umbenannt. Vielleicht auch in der Hoffnung, dass die tödliche Geschichte dort endlich zu einem Ende kommt.