Chinesischer Rover Jadehase 2 findet rätselhafte Gelsubstanz auf Mondrückseite

Am 3. Januar 2019 landete der chinesische Rover Yutu-2 (Jadehase) auf der Mondrückseite und entdeckte dort nun eine rätselhafte gelartige Substanz. Das Mondfahrzeug fand das Gel Ende Juli und fiel Forschern jetzt auf Bildern auf, die der Rover gesendet hatte. Bislang bleibt das Material ein echtes Mysterium und Wissenschaftler wollen ergründen, um was es sich dabei handelt.


Was entdeckte der Yutu-2 Mond-Rover?

Der Mond-Rover Yutu-2 war in der Südpolregion unterwegs und fuhr auf einem kleinen Krater zu, der Teil einer Kraterlandschaft mit Meteoriteneinschlägen ist. Bei seiner Ankunft sollte es in eine Ruhepause versetzt werden und ist Routine, um die stundenlange Mittagszeit zu überbrücken. Er würde ansonsten bei ausbleibender Pause einer Überhitzung anheim fallen.

Die Mitarbeiter in der Steuerzentrale des Jadehase führten zu dem Zeitpunkt eine Analyse von Bildern des Ruheplatzes durch und erblickten dabei eine Merkwürdigkeit. In einem Krater sahen sie Farben, die auf der Mondoberfläche eigentlich niemand erwarten würde. Auf den Bildern fanden sie  im Krater verteiltes farbiges Gel.

Die Fahrpläne für Yutu-2 änderten die Wissenschaftler wegen dieser Entdeckung daraufhin und programmierten ihn darauf, der Substanz auf dem Grund zu gehen. Der Mondrover setzte für seine Erforschung des gelartigen Materials Kameras und Spektrometer ein. Aktuell hat die chinesische Weltraumagentur keine Informationen zu den Ergebnissen der Untersuchung veröffentlicht. Seit seiner Ankunft auf dem Mond legte der Rover rund 272 Meter zurück.


Materialuntersuchung

Der Yutu-2 Rover verfügt über keinen Roboterarm, weshalb er das vermeintliche Gel nur mit seinen Sensoren und Instrumenten analysieren kann. Das Material könnte hart und eventuell Glas sein, dass bei einem Einschlag eines Meteoriten entstand. Bei diesem Einschlag erhitzt sich das Mondgestein enorm und verschmolz zu der rätselhaften Substanz.

Ein Astronaut oder ein Rover mit Roboterarm könnte das Gel genauer analysieren, doch die erste bemannte Mondmission nach der letzten Mondlandung mit Apollo 17 im Jahr 1972 wird um das Jahr 2025 erwartet.

 

Im Januar entdeckte das Fahrzeug auf der Oberfläche unerwartet Materialien, die aus dem Mondmantel stammen. Die Wissenschaftler ermittelten basierend auf der Spektralanalyse eine Materialzusammensetzung aus Olivin und kalziumarmen Pyroxen. Wie das Material an die Oberfläche kam ist nicht bekannt, doch die Forscher vermuten einen Einschlag dahinter.



Gebäude auf dem Mond?

Seit Jahrzehnten gibt es Spekulationen nach denen auf der dunklen Rückseite des Mondes Gebäude sein sollen. Vor zehn Jahren soll die NASA mit der Mission „Lunar Crater Observation and Sensing Satellite“ (LCROSS) mit einer Trägerrakete eine außerirdische Basis zerstört haben. Offizielles Projektziel bestand darin, herauszufinden, ob der Südpol des Mondes eventuell Wassereis enthalten und wie das gefrorene Wasser für künfige Missionen verwendet werden könnte.

Die LCROSS-Sonde vollführte am 9. Oktober 2009 ihr zerstörendes Manöver, bei dem als erste Komponente mit der Bezeichnung  “S-S/C” und ein zweites Modul namens “EDUS” auf den Mond-Südpol auf beeindruckende Weise einschlug. Bei “EDUS” handelte es sich um die Oberstufe der Trägerrakete. Die NASA-Wissenschaftler analysierten den aufgewirbelten Staub mit dem Ergebnis, dass auf dem Mond tatsächlich Wasser vorhanden ist. Der Einschlag wurde mit den hochauflösenden Teleskopen des Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) beobachtet.

Nach Meinung von Ufo-Forschern verfolgte die NASA mit LRO das Ziel nach Außerirdischen und Gebäuden zu suchen. Die Entdeckung von Ruinen oder Gebilden auf dem Mond hätte massive Auswirkungen auf die Kultur, Wissenschaft, Politik und Alltag auf der Erde. Denn würden tatsächlich außerirdische Objekte auf dem Erdtrabanten gefunden, würde dies bedeuten, dass wir im Weltraum nicht allein sind und Aliens den Mond als Basis nutzen oder genutzt haben.

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Quellen