Chupacabra – Der Ziegensauger aus Südamerika

Diese Kreatur, auch als Chupacabras bekannt, ist ein legendäres Geschöpf in der Folklore von Teilen Amerikas. Sein Name stammt von dem angeblichen Vampirismus des Tieres – der Chupacabra soll das Blut von Nutztieren, insbesondere Ziegen, trinken. Konkrete Beschreibungen dieses Wesens variieren. Es soll sich dabei um ein relativ schweres Geschöpf von der Größe eines kleinen Bären handeln, dessen Stacheln vom Hals bis zur Basis seines Schwanzes reichen.

In Puerto Rico wurden erstmals Sichtungen des Ziegensaugers gemeldet, diese Entdeckungen weiteten sich seither im Norden bis in den US-Bundesstaat Maine und in südlicher Richtung bis Chile aus. Sogar außerhalb des amerikanischen Kontinents in Ländern wie Russland und den Philippinen will man Chupacabra gesehen haben. Ein Großteil dieser Berichte wurde aufgrund fehlender Bestätigung oder mangelnder Glaubwürdigkeit missachtet. Exemplare, welche im nördlichen Mexiko und dem Süden der Vereinigten Staaten gesichtet wurden, haben sich hingegen als an Räude erkrankte Hunde entpuppt. Laut Biologen und Wildlife-Management-Beamten handelt es sich bei dem Chupacabra um eine urbane Legende.

 

Geschichte

Im März 1995 ereignete sich auf Puerto Rico der erste Angriff, welcher einem solchen Geschöpf zugeschrieben wurde. Die Opfer waren Schafe. Acht Tiere fand man insgesamt tot auf. Jedes wies drei Stichwunden im Bereich der Brust auf und war Berichten zufolge völlig ausgeblutet. Mehrere Monate später, im August, berichtete eine Augenzeugin namens Madelyne Tolentino, dass sie die Kreatur in der puerto-ricanischen Stadt Canóvanas gesehen habe. Es wurde berichtet, dass Haustiere getötet worden seien.

Bereits 1975 sollen sich ähnliche Morde in der puerto-ricanischen Kleinstadt Moca ereignet haben, welche man damals dem Vampir von Moca zuschrieb. Anfangs vermutete man, dass jene Morde auf einer Art Satanskult beruhten. Später wurden jedoch weitere Tiermorde von der Insel gemeldet. Berichten zufolge soll jedes der Tiere durch eine Reihe kleiner, kreisförmiger Einschnitte ausgeblutet sein.

Geprägt wurde der Begriff Chupacabra durch den puerto-ricanische Komiker und Unternehmer Silverio Pérez, kurz nachdem die ersten Zwischenfälle in der Presse vermeldet worden waren. Länder, aus denen ebenfalls entsprechende Berichte kamen, waren in der Folgezeit:

  • Argentinien
  • Bolivien
  • Brasilien
  • Chile
  • Dominikanische Republik
  • El Salvador
  • Honduras
  • Kolumbien
  • Mexiko
  • Nicaragua
  • Panama
  • Peru
  • Vereinigte Staaten von Amerika

Im Oktober und Dezember 2018 gab es etliche Berichte über vermeintliche Chupacabra-Angriffe in Manipur, Indien. Viele Haustiere wurden auf altbekannte Weise getötet. Mehrere Personen berichteten, dass sie den Ziegensauger gesehen hätten. Forensische Experten waren jedoch der Meinung, dass Straßenhunde für die Tötungen verantwortlich seien. Dies schlussfolgerten sie aus einer Untersuchung, welche sie zuvor an einem der Tierkörper durchgeführt hatten.

 

Untersuchungen

Eine fünfjährige Untersuchung von Benjamin Radford, dokumentiert in seinem 2011 erschienenen Buch “Tracking the Chupacabra”, kam zu dem Ergebnis, dass die Beschreibung der ursprünglichen Augenzeugin aus Puerto Rico, Madelyne Tolentino, auf der Kreatur Sil aus dem Science-Fiction-Horrorfilm “Species” von 1995 basierte. Das außerirdische Wesen Sil ist fast identisch mit Tolentinos Ziegensaugerbeschreibung. Und sie hatte den Film nachweislich vor ihrem Bericht gesehen. Radford enthüllte, dass Tolentino glaube, die Ereignisse, welche sie in dem Film sah, würden sich zu dieser Zeit in Puerto Rico tatsächlich abspielten. Dies, so Radford, untergrabe klar die Glaubwürdigkeit der ganzen Geschichte.

Hinzu kam, dass die Berichte über das Blutsaugen durch die Kreatur nie durch eine entsprechende Untersuchung bestätigt worden waren. Eine tierärztliche Analyse von 300 gemeldeten Chupacabra-Opfern ergab jedoch, dass diese nicht trocken ausgeblutet waren.

Radford unterteilte die Berichte in zwei Kategorien: jene aus Puerto Rico und Lateinamerika, wo Tiere angegriffen wurden und ihnen vermutlich Blut entnommen worden war und die Berichte aus den USA über Säugetiere, meist Hunde und Kojoten mit Räude, welche man wegen ihres ungewöhnlichen Aussehens “Chupacabra” nannte.

Ende Oktober 2010 kam der Biologe Barry O’Connor von der University of Michigan zu dem Schluss, dass alle Chupacabra-Sichtungen in den USA Kojoten seien, die mit dem Parasiten Sarcoptes scabiei infiziert gewesen seien. O’Connor stellte die Theorie auf, dass die Angriffe auf Ziegen stattgefunden hätten, weil die angreifenden Tiere krank und daher stark geschwächt gewesen seien. Folglich sei es ihnen schwer gefallen zu jagen, was sie wiederrum dazu gezwungen haben könne, einfach zu überwältigende Haustiere anzugreifen.Der Chupacabra tauchte zum ersten Mal im Jahr 1995 in Puerto Rico auf und soll ein vampirartiges Wesen sein, welches vor allem Kleintiere, Ziegen und Schafe angreift, um deren Blut zu trinken. Die Kehle der Tiere schlitzt der Chupacabra auf und saugt anschließend das Blut aus. Seit den ersten Berichten vor 21 Jahren verbreitete sich das Phänomen des unheimlichen Ziegensaugers in ganz Süd- und Mittelamerika. Die moderne Wissenschaft hält den Chupacabra für ein nicht existentes Fabelwesen, doch dem gegenüber stehen die Kryptozoologen, die das Vampirwesen als echt einstufen.

 

Wie sieht ein Chupacabra aus?

Nach Augenzeugenberichten soll der Chupacabra zwischen 1,00 und 1,50 Meter groß sein, Stacheln auf seinem Rücken tragen und seine Farbe wie ein Chämaleon ändern können. Seine Rückenstacheln soll er beliebig einziehen können und kann seine Farbe sowohl der Stimmung als auch dem Hintergrund anpassen. Die Beschreibungen des Chupacabra sind höchst unterschiedlich. Einige beschreiben ihn als einen Außerirdischen mit großen Augen und großen Kopf, während andere Augenzeugen ihn mit einem nackten haarlosen Kojoten vergleichen.

Aktuellste Berichte stammen aus den USA, die ein Wesen beschreiben welches wie ein Hund kleiner bis mittlere Größe aussieht und unbehaart sein soll. Seine Haut sei runzelig und die Hautfarbe graublau. Die Medien berichteten von gefangenen und erschossene Tieren dieser Art. Die Journalisten verschwiegen allerdings dass zur Zeit der Sichtung dieser merkwürdigen Hunde die Räude unter Füchsen, Wölfen und Wildhunden grassierte. Die Räudemilben zerfrassen die Haut und führte zum Verlust der Haare, was in einem mysteriösen Aussehen der Tiere resultierte. Diese Arten ha-ben nichts mit dem ursprünglichen Chupacubra und seinen Beschreibungen gemein.

 

Theorien zur Existenz des Chupacabra

Die reale Existenz des Chupacabra konnte bis heute nicht bewiesen werden, auch wenn blutleere Opfer mit zwei Einstichen in der Kehle gefunden wurden. Eine Ernährung nur mit Blut scheint unwahrscheinlich, weil dies eine einseitige Ernährungsweise für den Chupacabra darstellen würde und wichtige Nährstoffe fehlen. Im Großteil der Fälle wird die Blutleere gefundener Tierkörper, die Opfer des Ziegensaugers gewesen sollen, mit einer Zersetzung des Blutes erklärt.

Die Sichtungen des Chupacabra sollen mit dem Aberglauben und Voodoo auf den westindischen Inseln in Verbindung stehen. Bei den Opferritualen des Voodoo-Kults wird den Tieropfern das Blut vollständig entnommen und könnte einer der wahrscheinlichsten Gründe für die Sichtungen des Chupacabra sein.

 

Echte Fälle

Am 25. August 2000 schoss ein Landwirt auf ein mysteriöses Tier, welches von einem Labor untersucht wurde und sich als Hund herausstellte. Der Bauer behielt jedoch seinen Standpunkt bei und unterstellte dem Labor den Tierkörper ausgetauscht zu haben. Seiner Meinung nach handelte es sich um einen Chupacabra. In den letzten Jahren verdichteten sich Berichte über blutleere Ziegen und als Grund für diese Funde sieht die Krytozoologie den Ziegensauger.

Im Januar 2014 sorgte ein Fall von fünf Dutzend getöteten Schafen in der Nähe von Moskau für Aufruhr. Der Fall wurde von Wildhütern untersucht und der Chupacabra oder ein anderes Fabelwesen vom Landwirtschaftsministerium mit Nachdruck in einer öffentlichen Presseerklärung als Täter ausgeschlossen.

Vor neun Jahren entdeckte in Texas die Farmerin Phylis Canion drei Streuner auf ihrer Farm, die mit ihrer bläulich-grauen haarlosen Haut mysteriös aussahen und jahrelang etliche Hühner in den Tod gerissen haben sollen. Im Juli 2014 hatte sie eines dieser Wesen tot aufgefunden, fotografierte es und stopfe es aus. In einer DNA-Analyse konnte das Tier als ein Mischwesen aus einem Kojoten und mexikanischen Wolf identifiziert werden. Die blaue haarlose Haut wurde mit der Räude erklärt.