Unheimliche Lost Places in Deutschland

| 03. Januar 2021 |

In Deutschland sind Lost Places und unheimliche Orte zwar nicht so stark vertreten wie in Großbritannien, Schottland, Japan oder den USA, doch sie existieren. Wer einen Spukort besucht, sollte dies niemals alleine, stets mit voll aufgeladenen Handy, einer Taschenlampe und ausreichend Proviant bewerkstelligen. Vor allem in alten Gebäuden droht nicht nur von Geistern Ungemach, sondern auch von morschen Treppen, maroden Mauern und Böden. 


Spukorte – Schlosshotel Waldlust in Freudenstadt

Das Schlosshotel Waldlust in Freudenstadt war in den 1930er-Jahren ein beliebtes Hotel der Reiche, Schönen und Prominenz. Seit dem Jahr 2005 steht es leer, doch schon seit Jahrzehnten soll es hier schrecklich gruselig sein und mysteriöse Dinge geschehen.  Das Hotel wurde im Jugendstil errichtet und erinnert an eine prachtvolle Zeit. Eröffnet im Jahr 1902 war das Luxushotel Treffpunkt des Hochadels und 1926 war hier sogar König Gustatv V. von Schweden zu Gast. Die 1930er Jahre waren von Filmstars geprägt, hier übernachteten Persönlichkeiten wie Douglas Fairbanks. Heute verblasst der Glamour mit jedem Jahr an diesem Lost Place und hinterlässt seine Spuren. Die feinen Möbel zeugen vom einst luxuriösen Ambiente, Strom und Wasser sind abgestellt. Im Jahr 1949 soll die Hotelkönigin Adele „Adi“ B., die das Hotel zur Blütezeit brachte, hier gewaltsam ihr Leben verloren haben und soll seit ihrem schrecklichen Tod als unruhiger Geist hier umherwandeln.


Als der zweite Weltkrieg begann, diente das Schlosshotel Waldlust als Lazarett. Hier starben etliche Menschen und nie wieder konnte das Hotel den Status von einst erreichen. Im Jahr 2005 war Ende und das Luxushotel sich selbst überlassen. Als es in den 1960er-Jahren wiedereröffnet wurde, tauchten die ersten Geistergeschichten auf. Der Spukort war geboren. Unerlöste Seelen sollen nach Angaben von Hotelangestellten ihr Unwesen treiben. Das Freiburger „Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene“ untersuchte 2005 den Ort und interviewte ehemalige Gäste und Hotelpersonal. Von halbleeren Bierflaschen, die geschlossen sind, wird ebenso berichtet wie von einem schreienden Baby, einer Frau mit weißen Schleier oder dem Aufzug, der sich wie von Geisterhand bewegt. Auf dem Flur seien Schritte zu hören gewesen sein und elektronische Geräte sollen ihren Dienst versagt, doch hinter wiede funktioniert haben.


Lost Place Köln: Haus Fühlingen

Das Haus Fühlingen soll im Jahr 1884 von Eduard Freiherr von Oppenheim mit Pferderennbahn und Stallungen errichtet worden sein. Im Jahr 1907 verkaufte er es, weil das Land für seine Pferde ungeeignet war. Im zweiten Weltkrieg wurde die „Villa Oppenheim“ als Schlaflager für Zwangsarbeiter zweckentfremdet und 1942 geschah hier ein Mord. Der Pole Edward M. soll eine Beziehung mit der Tochter des Besitzers geführt haben, worauf er von der Gestapo in der Nähe des Haus Fühlingen erhängt wurde. Im Jahr 1963 habe der ehemalige NS-Richter Gerhard van K. hier gewohnt, der sich in der Silvesternacht des gleichen Jahres im zweiten Stockwerk selbst das Leben genommen haben soll. Seit dem Tod seiner Frau ist das Haus Fühlingen sich selbst überlassen und verfällt immer mehr. Die Geister der Verstorbenen sollen hier ihr Unwesen treiben. Vor 10 Jahren soll ein Selbstmörder sich in der gleichen Nacht und im zweiten Stock wie der Richter erhängt haben. Heute ist das Haus einer der aufregendsten Lost Places in Nordrhein-Westfalen.



Flusswächter von Unterdeufstetten

Im schwäbischen Unterdeufstetten soll vor langer Zeit ein Flusswächter seinen Dienst zuverlässig absolviert haben. Seine Aufgabe war es den Flusslauf mehrmals am Tag zu überwachen und passte auf, dass kein Kind im Umfeld spielte oder sich in den Fluss wagte. In einem stark alkoholisierten Zustand soll zur abendlichen Stunde eines Abends das Wirtshaus verlassen haben. Wie immer ritt er mit seinem Pferd den Fluss entlang, um ihn zu kontrollieren. Zwei Tage lang hörte niemand mehr etwas von ihm. Die Bürger machten sich Sorgen und es wurden Suchmannschaften eingesetzt. Er wurde schließlich tot im Fluss gefunden. Anscheinend war er vor betrunken vom Pferd gefallen und dabei im Fluss ertrunken. Der Flusswächter soll nach Augenzeugenberichten täglich um Mitternacht zu sehen sein und den Fluss überwachen.

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