Nimerigar – Kranke müssen Sterben

| 30. Dezember 2020 |

Wer krank war, wurde um die Ecke gebracht. Mit den Nimerigar war nicht gut kirschenessen, wenn man den Überliefeurngen der Schoschonen glaubt. Klein, kriegerisch und mit Giftpfeilen bewaffnet siedelten die Nierigar einst im Gebiet von Wyoming. Nichts als eine Lgende der Shoschonen? Der Fund einer Zwergenmumie gab der Theorrie neuen Auftrieb.

 

Kleine Krieger – der geheimnisvolle Stamm der Nimerigar

Nimerigar, die Rasse kleiner Menschen galt lange Zeit als eine alte Erzählung, die von Generation zu Generation weitergegeben wurde – bis in das Jahr 1932. Die Goldgräber Cecil Mayne und Frank Carr fanden in einer Höhle eine Zwergenmumie. Benannt nach ihrem Fundort in den Pedro Mountains in der Nähe der Stadt Caspar in Wyoming sollte sie als als „Zwergenmumie von Wyoming“, auch Pedro oder „San Pedro Mountains Mummy“ genannt, noch weltweite Schlagzeilen machen.

 

Körperlich unterlegen, technisch besser

Wenn die Nimerigar tatsächlich eine kleinwüchsige Rasse waren,mussten sie deutlich kleinere Bögen verwenden. Auch konnten sie ihre Pfeile nicht mit der gleichen Kraft und der gleichen Weite verschießen, wie ihre deutlich größeren und langarmigeren Feinde. Dies könnte erklären, warum die Nimerigar mit vergifteten Pfeilen schossen. Jeder Schuss musste töten, denn der Feind war bereits bedrohlich nah. Die Shoshonen oder Shoshoni sind ein Volk der Indianer Nordamerikas. Selbst nennen sie sich – je nach Dialekt – Nimi, Neme, Newe oder Nümü. Das bedeutet so viel wie „Volk“ oder „Menschen“. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts – aus diesem Zeitraum soll auch die Mumie des Pedro stammen – domestizierten die Shoshonen das Pferd und führten die die Bisonjagd ein.

 

Nimerigar – die Feinde der Shoshonen

Überliefert sind die Nimerigar aus den Erzählungen der Shoschonen. Die kleinen aggressiven Nimerigar sollen ihren eigenen Stammesmitgliedern den Kopf eingeschlagen haben, wenn diese zu krank wurden. Der Name Nimerigar bedeutet – aus dem Shoshoneischen und Paiuitischen übersetzt soviel wie „Leute Esser“.

 

Eine Goldader führt zum Fund

Es war im Oktober 1932 als Cecil Mayne und Frank Carr einen massiven Felsen sprengten, um einer Goldader zu folgen. Als sich der Staub legte, erkannten sie, dass der Felsen einen Raum versperrt hatte – und der enthielt eine Mumie. Schnell wurde spekuliert, ob es sich bei der Mumie mit ihrem ungewöhnlichen Körper um einen Außerirdischen handeln könnte.

Die 18 cm hohe Zwergenmumie wurde in sitzender Position aufgefunden. Die Arme waren gekreuzt, die Hände liegen auf den Beinen. Einer röntgenologischen Untersuchung nach soll es sich um eine Frau gehandelt haben, die im Alter von 65 Jahren starb. Das Rückgrat war beschädigt, die Schulter gebrochen und der Schädel eingeschlagen. Allem Anschein nach, fand Pedro einen gewaltsamen Tod. Wissenschaftler der Universität von Wyoming vermuten jedoch ein Kind, das mit einer Anenzephalie geboren wurde, einer Fehlbildung, bei der sich Teile der Schädeldecke nicht schließen und Teile des Schädels, der Hirnhaut, der Kopfhaut und des Gehirns fehlen können. Ein DNA-Test bei einer ähnlichen Mumie ergab, dass es sich um einen eingeborenen Amerikaner handelte. Die Radiocarbon-Datierung verwies auf eine Entstehung um das Jahr 1700.

 

Pedro für immer verschollen?

Ein New Yorker Geschäftsmann erwarb die Zwergenmumie, die dann allerdings kurz vor seinem Tod gestohlen wurde. Laut andere Berichten gelangte sie in den Besitz von Leonard Wadler, einem weiteren New Yorker Geschäftsmann. In der Öffentlichkeit ist Pedro nie wieder aufgetaucht. Die Röntgenaufnahmen sowie die Fotografien existieren allerdings noch. Übrigens: Wer Pedro findet, erhält $10.000 Finderlohn – so berichtete die Caspar Star-Tribune in 2005.

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