Pedro – Die Zwergenmumie aus den Bergen

| 30. Dezember 2020 |

Sie suchten Gold und sie fanden eine Mumie. Nicht irgendeine, sondern einen Menschen im Miniformat. Bezeichnet wurde die Zwergenmumie als “Pedro”, nach den Bergen in Wyoming, in denen er gefunden wurde.

War es eine ausgestorbene Rasse, der Pedro angehörte oder ist er tatsächlich ein Außerirdischer, der auf der Erde zurückgelassen wurde? Die wissenschaftlichen Erklärungen für die Mumie, die zwischenzeitlich übrigens ausführlich untersucht wurde, konzentrieren sich auf ein fehlgebildetes Kind, das mit einer Anenzephalie, einer Fehlbildung des Gehirns, geboren wurde. Doch können sich nicht alle Wissenschaftler dieser Theorie anschließen.

 

Die legendären Little People

Fast alle Kulturen haben Überlieferungen von “Kleinen Leuten”. In Griechenland, auf Hawai, Neuseeland, Irland, Amerika, Indonesien und vielen andere Teilen der Welt gibt es uralte Berichte zu einer besonders kleinen Rasse der Menschen. Sie lebten in den Wäldern, in der Nähe von sandigen Hügeln und manchmal auch an Felsen, meist aber in Wassernähe. Vielfach wurden sie als “Zwerge mit behaarten Gesichtern” beschrieben. Auch wir kennen die Little People aus unseren Erzählungen – wie etwa von den sieben Zwergen, bei denen Schneewittchen zwischenzeitlich unterkam.

Den “Little People” wird im Allgemeinen nicht viel Gutes nachgesagt. Sie sorgen für Aufruhr, um dann Unheil zu verursachen. Die Legenden halten sich besonders im Westen der Vereinigten Staaten und dabei insbesondere in Montana und Wyoming. In Wyoming wurde schließlich auch Pedro, die Zwergenmumie entdeckt. Den Legenden nach sollen die Zwerge in Höhlen bestattet worden sein.

 

Goldgräber entdecken eine Höhle

Im Oktober 1932 graben Cecil Mayne und Frank Carr in Wyoming nach Gold und sie finden tatsächlich eine Goldader. Die wird allerdings von einem gewaltigen Felsen versperrt. Die beiden entschließen sich zur Sprengung. Als sich der Staub legt, erkennen sie, dass sie eine Höhle freigesprengt haben. Dort sahen sie eine Figur – die Mumie einer winzigen Person. Gerade einmal 18 Zentimeter hoch.

Die Zwergenmumie sitzt oder hockt auf ihren Beinen. Die Arme liegen gekreuzt auf den Knien. Der Schädel ist eingeschlagen. Eine Untersuchung stellte die tatsächliche Größe der Mumie fest: 40 Zentimeter. Nach den Untersuchungen handelt es sich nicht etwa um Pedro, sondern um eine weibliche Leiche. Die Frau soll zum Zeitpunkt ihres Todes etwa 65 Jahre alt gewesen sein.

Anderen Untersuchungen nach soll es sich allerdings um ein Kleinkind mit einem Geburtsdefekt handeln. Unterstützt wird dies durch eine weitere, ähnliche Mumie, bei der man zum selben Ergebnis kam. Nach einer Karbon-Analyse soll “Pedro” aus dem 18. Jahrhundert stammen.

 

Verschwunden – für immer?

Es existieren zwar immer noch Röntgenaufnahmen und Fotos von Pedro, der Zwergenmumie, allerdings wurde die echte Mumie gestohlen und ist seitdem unauffindbar. $10.000 Finderlohn sind für das Aufspüren der Pedro-Mountain-Mumie ausgesetzt.

Eine Verbindung könnte zu dem geheimnisvollen Volk der Nimerigar bestehen. Auch sie waren im Gebiet von Wyoming ansässig. Kritiker behaupten, es handele sich lediglich um eine Legende der Shoshonen. Die indianischen Krieger hatten bekanntlich gehörige Angst vor den kleinwüchsigen und angeblich sehr aggressiven Kriegern der Nimerigar. Die Nimerigar sollen kranke Stammesmitglieder übrigens erschlagen haben – mit einem Stein auf den Kopf und auch bei Pedro wurde ein eingeschlagener Kopf festgestellt.

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