9 schaurige urbane Legenden aus Asien

| 25. Januar 2021 |

Gruselige Geschichten und Urban Legends üben einen faszinierenden Reiz aus. Jede Kultur hat ihre eigenen Erzählungen. Schauen wir doch mal nach Asien.

 

Der Mitternachtsbus

Auf dem Weg nach Hause wartet ein junger Mann nachts in Beijing an der Bushaltestelle zusammen mit einem älteren Herrn. Als der Mitternachtsbus schließlich hält sind die Beiden die einzigen Passagiere.

Beim nächsten Stopp stiegen zwei Mitfahrer ein. Plötzlich geht der ältere Mann auf den Jungen zu und wirft ihm vor, ihm seine Brieftasche gestohlen zu haben. Nach einer heftigen Diskussion steigen sie aus.

Als die Beiden den Bus verlassen haben ist der Mann wie ausgewechselt und nicht mehr sauer. Stattdessen erklärt er, dass die später Zugestiegenen Geister gewesen seien. Und tatsächlich steht am darauffolgenden Tag in der Presse, dass der Mitternachtsbus samt Fahrer spurlos verschwunden sei. Erst wesentlich später wird das Fahrzeug hunderte Kilometer vom eigentlichen Bestimmungsort entfernt gefunden. Samt dem brutal abgeschlachteten Fahrer.

 

Kosmetische Sesambehandlung

Ein Mädchen aus Südkorea war so um ihr eigenes Aussehen bemüht, dass sie bereit war jede Beauty-Behandlung anzuwenden um noch schöner zu werden. Eines Tages wurde ihr zugetragen, dass die Haut unvergleichlich seidig wird wenn man ein Bad mit eingeweichten Sesamsamen nimmt.

Das Mädchen konnte es nicht abwarten dieses Sesambad auszuprobieren. Als sie nach Stunden nicht aus dem Badezimmer kam wurde ihre Mutter misstrauisch.

Schließlich betrat die Mutter das Bad. Dort fand sie ihre Tochter in einem schrecklichen Zustand. Auf der Haut waren Wurzeln gewachsen, die in jeden Winkel des Körpers reichten. Außer sich vor Panik war das Mädchen ununterbrochen dabei die Samen mit einem Zahnstocher zu zerstechen.

Der Fluch des roten Zimmers

Die Legende vom roten Zimmer stammt aus Japan und basiert auf der Anzeige eines Pop-Up-Fensters beim Surfen durchs Internet . Dieses taucht unvermittelt auf und lässt sich nicht schließen. Es enthält nur die Botschaft: „Gefällt es dir?“.

Ab dann ist der eigene Tod unausweichlich. Jedes Mal wenn versucht wird das Fenster zu schließen wird es schlimmer. Neue Buchstaben werden der Meldung hinzugefügt bis es schließlich heißt: „Gefällt dir das rote Zimmer?“.

Danach wird eine Liste der Namen angezeigt, die dem Fluch schon zum Opfer gefallen sind. Bevor der Verfluchte selbst stirbt streicht er sein Zimmer mit seinem eigenen Blut.

Das Grab von Simeon Bernardo

Der in 1934 in der philippinischen Stadt Malabo gestorbene Don Simeon hatte persönlich eine Statue für sein Grab anfertigen lassen. Das Werk zeigt den Sieg des Teufels über den Erzengel Michael. Auf einer Steintafel am Grab findet sich eine Inschrift auf der steht, dass Satan sich als Herrscher über die Menschen erheben wird.

Bald schien es so zu sein, dass die Statue jedes Jahr größer wird. Es häuften sich Erzählungen, dass sie Nachts zum Leben erwacht und jeden heimsucht, der sich in der Nähe des Friedhofs aufhält. Schließlich wurde um die Statue herum sogar ein Käfig gebaut.

 

Maria Labo

Maria Labo war eine verheiratete Frau und Mutter zweier Söhne auf den Philippinen. Aufgrund der finanziellen Verhältnisse der Familie begann Maria einem älteren Herren in der Nähe auszuhelfen. Was Maria nicht wusste war, dass der Mann ein Ghoul ist. Ghoule können nur dann sterben, wenn sie ihren Fluch auf eine Person übertragen. Insgeheim gab er vor seinem Tod seine Eigenschaft als Menschenfresser an seine Haushaltshilfe weiter.

Maria beschloss danach ihr Glück in Kanada zu suchen. Als sie nach Jahren in die Heimat zurückkehrte brach der Fluch aus. Ihr Mann fand sie nach der Arbeit im gemeinsamen Haus vor, wie sie die eigenen Kinder im Kochtopf zubereitete. Schockiert griff er das Monster mit einem Messer an und verletzte es. Maria konnte jedoch fliehen.

Die Legende besagt, dass der Ghoul weiterhin auf der Suche nach neuen Anstellungen ist und nie lange an einem Ort verbleibt.

 

Der Hello Kitty Mörder

1999 machte ein Mord in Hong Kong Schlagzeilen. In einem Appartement wurde die 23 Jahre alte Nachtclub-Hostesse Fan Man-yee von drei Männern für über einen Monat gefangen gehalten und getötet. Anschließend zerteilten ihre Peiniger die Leiche und warfen sie weg. Nur der Kopf wurde in einer Hello Kitty Puppe eingenäht.

Die Suche nach den Tätern war nicht von brauchbaren Ergebnissen geprägt. Erst als sich ein Mädchen meldete, das mit einem der Täter bekannt war konnte die Sache weiter aufgeklärt werden. Das Mädchen gab an vom Geist der Getöteten verfolgt zu werden.

Auch danach trieb die Entität von Fan ihr Unwesen in der Umgebung. Das ging so weit, dass sogar das Gebäude in dem der Mord geschah abgerissen werden musste.

 

Orang Minyak

Orang Minyak kann mit „Der ölige Mann“ aus dem Malaysischen übersetzt werden. Dabei handelt es sich um einen Kerl, der sich einiges an schwarzer Magie angeeignet hat. Komplett in schwarzem Öl eingerieben ist er nach Einbruch der Dunkelheit unsichtbar und verfügt über ausgeprägte körperliche Kräfte.

Anstatt zu morden belästigt er allerdings lieber junge Mädchen oder stiehlt teure Geräte.

 

Tominos Hölle

Eine andere Geschichte aus Japan besagt, dass ein Gedicht aus dem Buch „The Heart is Like a Rolling Stone“ von Yomota Inuhiko namens „Tominos Hölle“ verflucht sei. Wer das Gedicht laut vorlese werde leiden. Schlimme Unfälle oder sogar der Tod sind die Folge.

Das Gedicht ist auf eine besonders lebendige Weise verfasst. Beim Vorlesen wird der Fluch ausgelöst.

 

Mae Nak Phra Khanong

Diese Legende aus Thailand rankt sich um das schöne Mädchen Nak, das mit einem Mann namens Tid Mak verheiratet war. Schon bald war ein gemeinsames Kind auf dem Weg und der Mann wurde zum Dienst beim Militär einberufen. In Abwesenheit von Tid Mak gab es plötzlich Komplikationen bei der Geburt. Nak starb. Ihr Geist jedoch verblieb in der irdischen Sphäre.

Als Tid Mak nach Hause zurückkehrt findet er seine verstorbene Frau mit dem gemeinsamen Kind vor. Noch hatte ihm niemand von ihrem Tod berichtet. Und der Geist hatte jeden getötet, der ihm davon hätte erzählen können.

Eines Tages erkannte Tid Mak, dass seine Frau ein Geist war und flüchtete in einen heiligen Tempel. Daraufhin ermordete Nak weitere Personen. Bis sie eines Tagen durch einen Exorzisten in ein Glas gesperrt und in den nahen Kanal geworfen werden konnte.

Der Frieden währt jedoch nur kurz, da das Glas von Fischern geöffnet wurde. Der Buddhist Somdej Toh konnte Nak wieder einfangen. Nach seinem Tod übergab er den Geist an die königliche Familie.