Diese zwölf berühmten Serienmörder hielten die Welt in Atem

| 11. Januar 2021 |

Serienmörder schockieren und faszinieren die Welt gleichermaßen. Mit einer stoischen Ruhe begehen diese Täter reihenweise Straftaten, die für die meisten anderen Menschen nur schwer vorstellbar sind. Die Porträts der bekanntesten und berüchtigtsten Serienmörder der Geschichte lesen sich wie ein Sammelsurium an Grausamkeiten und menschlichen Abgründen.

 

Jeffrey Dahmer

Zwischen 1978 und 1991 ermordete Jeffrey Dahmer in Milwaukee mindestens 16 junge Männer. Bereits in seiner Jugend entdeckte er nicht nur seine Homosexualität, sondern auch einen Hang zu sexueller Gewalt und zu nekrophilen Handlungen. Dies spiegelte sich auch in seinen Straftaten wieder. Seine Opfer missbrauchte er im betäubten Zustand sexuell und schändete die Körper auch noch nach deren Tod. Die zerstückelten Leichen aß er teilweise auf und behielt sich die Schädel als Trophäe. Besonders merkenswerte an Dahmers Fall ist, dass er trotz der Schwere seiner Taten stets einsichtig war und bei den Ermittlungen bereitwillig Rede und Antwort stand. Obwohl er unter psychischen Problemen litt, gab er niemals seinen Eltern oder anderen Menschen die Schuld für seine Verbrechen. Jeffrey Dahmer wurde zu lebenslänglicher Haft verurteilt und 1994 von einem Mithäftling getötet.

 

Ed Gein

Besonders kaltblütig können die Taten Ed Geins beschrieben werden, der in den 1940er und 1950er Jahren in Wisconsin sein Unwesen trieb. Seine Kindheit war geprägt von einem alkoholkranken, gewalttätigen Vater und einer religiös fanatischen Mutter. In diesem Milieu entwickelte sich seine perfide Psyche, der mit großer Wahrscheinlichkeit im Jahr 1944 sein Bruder als erster zum Opfer fiel. Später tötete Ed Gein weitere Menschen seiner Umgebung und grub darüber hinaus Leichen aus Friedhöfen aus. In seinem Haus stapelten sich Leichenteile, während er die Schädel als Futternäpfe für seine Haustiere nutzte. Bis zu seinem Tod zeigte Ed Gein niemals Reue für seine Taten. Da er sie selber nicht als falsch ansah, gestand er seine Morde sogar bereitwillig.

 

Edmund Kemper

Seit fast 50 Jahren sitzt Edmund Kemper für seine abscheulichen Taten eine lebenslange Haftstrafe ab. Seine ersten Mordopfer waren seine beiden Großeltern, die er im Alter von 15 Jahren erschoss. Da er noch minderjährig war, folgte lediglich ein Aufenthalt in einer Besserungsanstalt. Dort aber perfektionierte er seine Pläne für zukünftige Morde. Seine Mordserie begann er Anfang der 1970er Jahre. Die Opfer wurden zufällig ausgewählt, meist waren es junge Anhalterinnen, die er auf der Straße auflas. Mit einer Körpergröße von über zwei Metern hatte Edmund Kempner stets leichtes Spiel mit seinen Opfern. An den Frauen verging er sich sowohl im betäubten als auch im toten Zustand. Die Leichen zerstückelte er und verteilte die Teile über weitläufige Gebiete, um die Fährte von sich abzulenken. Nach der Ermordung der eigenen Mutter im Jahr 1973 stellte sich Kemper selber der Polizei.

 

Charles Manson

Kaum ein Serienmörder ist so bekannt wie Charles Manson. In den 1960er Jahren gründete er eine sektenähnliche Kommune, der er selber als Prophet vorstand. Seinen Anhängern befahl er im August 1969 den Mord an der hochschwangeren Schauspielerin Sharon Tate sowie sechs weiteren Personen. Als Symbolfigur für das absolut Böse gelang Charles Manson schon zu Lebzeiten der Einzug in die Popkultur. So wählte der amerikanische Sänger Marilyn Manson einen Teil seines Künstlernamens nach dem Mörder. Mansons Taten wurden auch in vielen Liedern, Büchern und Filmen verarbeitet, zuletzt im Oscar-prämierten Quentin Tarantino Film “Once Upon A Time In Hollywood” im Jahr 2019. Dessen Veröffentlichung erlebte Charles Manson aber nicht mehr. Er starb zwei Jahre zuvor während seiner lebenslangen Inhaftierung an einer Krebserkrankung.
 

Gary Ridgway

Der “Green River Killer” Gary Ridgway entsorgte seine Opfer am liebsten im gleichnamigen Fluss im US-Bundesstaat Washington. Gary Ridgway konzentrierte sich auf Morde an Prostituierten, die er als Abschaum der Gesellschaft betrachtete. Die Frauen sammelte er auf dem Straßenstrich Seattles auf und tötete sie nach dem Geschlechtsverkehr durch Erwürgen. Auf seine Opfer machte er stets einen harmlosen Eindruck, weswegen es ihm leichtfiel, deren Vertrauen zu erlangen. Nach den Morden legte er die Leichen in den Wäldern rund um den Green River ab, kehrte aber oft am nächsten Tag zurück, um sich erneut an seinen Opfern zu vergehen. Gary Ridgway führte einer der größten Mordserien in der Kriminalgeschichte der USA durch und nicht einmal er selber kann sich an die genaue Anzahl seiner Opfer erinnern. Zumindest 49 Leichen konnten identifiziert und ihm zugeordnet werden. Von einer weit höheren Opferanzahl ist aber auszugehen.
 

Henry Lee Lucas

Wie viele Morde Henry Lee Lucas tatsächlich beging, ist bis heute nicht restlos geklärt. Erschwerend bei den Ermittlungen kommt hinzu, dass Lucas im Jahr 2001 während seiner Haft verstarb. Zusätzlich war er berüchtigt dafür, falsche Geständnisse abzugeben, sodass der Täter mancher von ihm gestandenen Morde bis heute im Dunkeln liegen. Nach eigenen Angaben begann Lucas bereits in seiner Jugend mit dem Töten. Eindeutig zugeordnet werden kann ihm neben zwei anderen Morden jener an seiner eigenen Mutter. Seine eigenen Darstellungen der Geschehnisse schwankten dabei stets zwischen vorsätzlichem Mord und einem Unfall.
 

Albert Fish

Bereits vor über 100 Jahren begann die Mordserie von Albert Fish. Er stammte aus einer Familie, die mit diversen psychischen Krankheiten genetisch vorbelastet war. Er selber neigte zu abartigen sexuellen Fetischen wie Pädophilie, Sadomasochismus oder dem Verspeisen von Fäkalien und Leichenteilen. Der Öffentlichkeit wurde er vor allem dadurch bekannt, dass er seine Opfer enthauptete und ihr Fleisch über mehrere Tage in seinen Mahlzeiten verkochte. Wie viele Menschen Albert Fish tatsächlich zum Opfer fielen, ist bis heute nicht bekannt. Vermutungen gehen aber von weit über 100 Opfer aus. Seine Verurteilung zum Tode auf dem elektrischen Stuhl nahm Albert Fish mit großer Freude auf den Schmerz entgegen. Ebendort verstarb Fish im Januar 1936.
 

Fritz Haarmann

Der Deutsche Fritz Haarmann galt als großes Vorbild für Albert Fish. Beide hatten eine große Vorliebe für junge Männer, die ihnen daher auch reihenweise zu Opfer fielen. Haarmann tötete seine Opfer in der Regel während des Geschlechtsaktes. In unkontrollierter Erregung verbiss er sich dabei im Adamsapfel seines Partners. Bei gleichzeitigem Würgen und Durchbeißen des Adamsapfels stellte sich der Tod ein. Anschließend zerstückelte Haarmann die Leichen und entsorgte sie teilweise in der Kanalisation und im nahegelegenen Fluss. 1925 fand Haarmann selber durch das Fallbeil seinen Tod. Im Jahr 1995 wurden die Taten Haarmanns im deutschen Kinofilm “Der Totmacher” dargestellt. Die Hauptrolle übernahm dabei Götz George.

 

Marc Dutroux

In den 1990er Jahren entführte, missbrauchte und tötete Marc Dutroux reihenweise Mädchen und junge Frauen in Belgien. Besonders traurig ist der Tod zweier achtjähriger Mädchen, die in Dutroux’ Keller verhungerten, während er sich zum wiederholten Male wegen kleinerer Delikte im Gefängnis befand. Dutroux wurde zu lebenslanger Haft, seine damalige Ehefrau und Komplizin zu 30 Jahren Haftstrafe verurteilt. Da rund um diesen Fall mehrere Zeugen und Ermittler auf mysteriöse Weise zu Tode kamen, nimmt man an, dass Dutroux nur ein Teil eines größeren Kinderschänderrings war, der seinen Komplizen schützen wollte.

 

Ted Bundy

Noch heute ist Ted Bundy einer der bekanntesten Serienmörder der USA. Mitte der 1970er Jahre tötete er mehrere junge Frauen an der Westküste. Meist gab er sich als Polizist oder andere Autoritätsperson aus und lockte mit seinem Charme die junge Frauen an abgelegene Orte fernab menschlicher Behausungen. Dann schlug oder würgte er seine Opfer bis zur Bewusstlosigkeit, um sich zuerst an ihnen zu vergehen und sie dann zu töten. Um seine Fährte zu verwischen, zerstückelte er die Leichen anschließend und entsorgte sie an gänzlich anderer Stelle. Gestanden hat Ted Bundy 30 Frauenmorde, die wahre Opferzahl liegt aber vermutlich weit darüber. Im Jahr 1989 wurde Bundy auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet.

 

Jack the Ripper

Jack the Ripper gilt bis heute als Inbegriff des Serienmörders schlechthin. Paradoxerweise weiß dennoch bis heute niemand wirklich, wer Ende des 19. Jahrhunderts zahlreiche Morde an Londoner Prostituierte beging. Da Gewalt gegen Frauen damals leider an der Tagesordnung stand, ist nicht einmal bekannt, wie viele Morde tatsächlich auf das Konto desselben Täters gingen. Jack the Ripper als Pseudonym ging damals als Sensationsmeldung durch die Zeitungen der Welt. Da die Forensik noch in den Kinderschuhen steckte, konnte der wahre Täter hinter den Prostituiertenmorden nie gefunden worden. Bis heute gilt eine Reihe an Männern als mögliche Verdächtige, was Jack the Ripper weiterhin zum Stoff für Verschwörungstheorien macht.

 

John Wayne Gacy

Unzählige männliche Jugendliche zählten zu den Mordopfern John Wayne Gacys. Die jungen Männer stammten entweder aus seinem unmittelbaren Umfeld oder waren aufgegabelte Prostituierte. Gacy fesselte und vergewaltigte seine Opfer, bevor er sie ermordete. Die meisten Leichen verscharrte er unter seinem eigenen Haus. Nicht alle Opfer Gacys konnten identifiziert werden. Insgesamt konnten ihm aber 33 Morde nachgewiesen werden. John Wayne Gacy gilt als Straftäter mit dem höchsten Strafmaß, das jemals verhängt wurde. Für seine Morde bekam er 21-mal lebenslang und zwölfmal die Todesstrafe. Seinen eigenen Tod fand er schließlich 1994 durch die Giftspritze.

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